Dienstag, 29. Mai 2018

DIY Brille reparieren: Nasenpad ersetzen

Manches ist so einfach zu reparieren, wenn man weiß, wie das Ersatzteil heißt. Bei meiner randlosen Lesebrille war das Polster an einer der beiden seitlichen Stegstützen verloren gegangen und weil ich keine Zeit für einen Besuch beim Optiker hatte, wollte ich wissen, ob und wie ich die Brille selbst reparieren konnte. Nachdem ich den Ersatzteilnamen herausgefunden hatte (Nasenpad!), war alles andere ganz einfach und meine Brille ist heute wieder komplett.

Die Perspektive täuscht ein wenig - natürlich sind beide Nasenpads gleich - nämlich oval.


Rechts kann man gut erkennen, dass das Nasenpad in den Haken am Ende der Stegstütze gequetscht wurde.

Bis vor ein paar Tagen hätte ich mir unter dem Begriff „Nasenpad“ einen Verband oder medizinische Hilfe aus der Nasenchirurgie vorgestellt. Tatsächlich sind es, wie ich mit der Suchmaschine herausfand, die kleinen Polster an den seitlichen Stegstützen der Brille, die links und rechts der Nase aufliegen und für einen guten Sitz der Brille sorgen. Sie werden auch Brillenpads, Nasenpolster oder Stegplättchen genannt. Es gibt sie zum Aufkleben, Anschrauben, Reinquetschen, als Klicksystem und anderes mehr aus verschiedenen Materialen sowie in unterschiedlichen Formen und Größen.
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Da an meiner Brille nur ein Nasenpad fehlte und eines noch vorhanden war, konnte ich an dem verbliebenen gut erkennen, dass dieses Nasenpad aus einem Stück Silikon war mit einem größeren ovalen Polster (12 mm) zur Nasenseite hin und einem kleineren zum randlosen Brillenglas hin. Zwischen dem großen und dem kleinen Polster befand sich ein schmaler Steg, der in den Haken der seitlichen Stegstütze geschoben/gequetscht worden war.

Im Shop eines Augenoptikers mit Reparaturservice (nasenfahrrad24.de) fand ich die entsprechenden Nasenpads und bestellte die Mindestmenge von 2 Stück.

Apropos: Wenn es möglich und sinnvoll ist, bestelle ich Waren und Produkte aller Art lieber direkt bei einem deutschen/europäischen Fachgeschäft/Fachhändler als über Ebay, Amazon oder ähnliche Plattformen (auch wenn ich selbst Amazon-Werbepartner bin). Bei Erstkäufen mache ich das allerdings nur, wenn mein finanzielles Risiko überschaubar ist wie in diesem Fall (mit Versandkosten etwas mehr als 3 Euro). Nach guten Erfahrungen mit kleinen Werten, trau ich mich dann auch an größere Bestellungen.

Die Nasenpads wurden am Tag der Bestellung versandt und kamen einen Werktag später in einem Briefumschlag bei mir an. Es dauerte nur wenige Minuten (und das auch nur, weil ich mir das Ganze erst genau mit einer beleuchteten Lupe angeschaut habe), dann hatte ich einen Ersatz-Nasenpad in den leeren Haken der freien seitlichen Stegstütze geschoben und seitdem ist meine angenehm leichte randlose Lesebrille für zuhause wieder voll einsatzfähig und sitzt gut. Und sollte ich einmal eine schwierigere Brillenreparatur haben und nicht zum Optiker vor Ort gehen können, weiß ich nun, wo ich die Brille hinschicken könnte.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert!

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Montag, 19. Februar 2018

Wo kauft man online am besten ein? Die umgekehrte Bildersuche hilft.

Wie man herausfindet, ob ein Produkt, das man bei Amazon oder woanders gesehen hat, auch auf einer anderen Shopping-Plattform bzw. in einem anderen Online-Shop erhältlich ist.


Das Objekt meiner Begierde war eine Streifentasche für den Sommer. Als erstes habe ich eine solche zufällig bei Amazon.de gesehen, fand dann aber auch andere Einkaufsmöglichkeiten. Am Ende war mir der Online-Shop eines Berliner Spielzeugladens am sympathischsten. Überraschung: Die verpackten den Lieferschein und einen handgeschriebenen Gutschein in Geschenkpapier!  

Wo man (online) am besten einkauft, wird durch viele Kriterien bestimmt, die jeder Mensch anders gewichtet. Kriterien für ein normales Produkt sind beispielsweise:
  • Seriosität und Legalität des Angebots/des Anbieters,
  • Funktionsfähigkeit des Shops,
  • Transparenz der Konditionen
    (Versandkosten und Lieferzeit sollte man nicht lange suchen müssen),
  • Qualität der Marke/des Herstellers (Erfahrungen, Ruf),
  • Herstellungsland 1.),
  • Unternehmenssitz des Händlers 2.),
  • Zuverlässigkeit des Händlers (Erfahrungen, Ruf)
  • Sympathie für die Handelsplattform (falls über eine Handelsplattform verkauft wird), beispielsweise ob und wo sie Steuern zahlt, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgeht etc. 2.),
  • Kann man mit dem Kauf etwas Gutes tun oder arme Menschen unterstützen 3.),
  • Preis 4.).
  1. Ich persönlich bevorzuge heimische Produktion, wenn das Produkt ansonsten gleichwertig ist.
  2. Ich wähle Produkte deutscher/europäischer Herkunft, wenn sinnvoll.
  3. Ich unterstütze gerne Dritte-Welt-Länder-Projekte (Produkte aus fairem Handel o. Ä.) oder Produkte/Firmen, die sozialen Projekten bei uns helfen, wenn Entsprechendes angeboten wird.
  4. Das Produkt muss mir den jeweiligen Preis wert sein - beziehungsweise kann ich auch nur kaufen, was ich mir leisten kann.
Kürzlich habe ich beispielsweise bei Amazon* eine tolle Einkaufstasche/Badetasche mit Streifen gesehen. "Die würde manches langweilige Outfit aufpeppen", dachte ich mir.
„Aber schon wieder bei Amazon kaufen?“
Ich schätze Amazon zwar für Einiges, was das Unternehmen hinsichtlich Kundenfreundlichkeit ins Land gebracht hat, aber ich will nicht, dass das amerikanische Mega-Unternehmen noch mächtiger und in noch mehr Branchen Markt bestimmend wird. Ich möchte meine Einkäufe nach Möglichkeit fair verteilen, gerade auch auf kleine und mittlere heimische Produzenten und Händler mit eigenem Online-Shop, die bei uns ebenfalls für Arbeitsplätze sorgen und hier auch ihre Steuern zahlen.

Möglichkeiten, alternative Anbieter zu finden

Diese Möglichkeiten nutze ich, um alternative Anbieter zu einem Produkt zu finden. Falls Sie weitere Ideen haben, teilen Sie die mit uns über die Kommentarfunktion:
  • Suche nach der Produktbezeichnung (eventuell mit dem Marken-/Herstellernamen) mit irgendeiner Suchmaschine (es muss nicht immer Google sein: www.tinto.de/juhuu), 
  • Ich suche meistens mit Bing und gucke mir nicht nur die Trefferliste unter dem Reiter Alle an, sondern auch gleich die Bilder - wenn da mein Produkt abgebildet ist, dann gehe ich auf die betreffende Webseite.
  • Suche mit einer der Preissuchmaschinen – die sind aber meistens sowieso in den oberen Treffern bei den Suchergebnissen unter dem Reiter Alle enthalten. Ansonsten geben Sie in die Suchmaschine Preisvergleich <Produktbezeichnung Marken-/Herstellernamen> ein.
  • Suche anhand des Produktbildes mit der Google-Bildersuche (siehe nachfolgend).

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So suchen Sie nach alternativen Anbietern mit der Google-Bildersuche

Auf dem PC

Die Google-Bildsuche, auch umgekehrte Bildersuche genannt, rufen Sie mit http://images.google.de/ auf. Dort klicken Sie auf den kleinen Fotoapparat.


Nun öffnet sich die eigentliche Bildersuche und der Reiter Bild-URL einfügen ist aktiv.



Für die Bildersuche benötigen Sie die Grafikadresse des Produktbildes. Die erhalten Sie über das „Kontextmenü“. Auf dem PC öffnet sich das Kontextmenü beim Klick mit der rechten Maustaste, während man den Mauszeiger auf dem Bild hält. Im Kontextmenü vom Firefox-Browser wählt man dann „Grafikadresse kopieren“, bei Chrome, Safari und Opera „Bildadresse kopieren“ und beim Internet Explorer muss man „Eigenschaften“ wählen und anschließen im Fenster Eigenschaften die Bildadresse kopieren.

Fügen Sie nun die Grafikadresse mit Strg + v in das Eingabefeld der Google-Bildersuche ein und klicken Sie auf Bildersuche.

Eine Seite mit den Suchergebnissen öffnet sich. Wenn Sie etwas herunterscrollen, beginnt der Abschnitt Seiten mit übereinstimmenden Bildern, der sich noch über viele Suchergebnisseiten erstreckt.



Es gibt also für meine Tasche reichlich Anbieter. (Ich habe dann auch nicht mehr allzu lange rumgesucht und mich für eine "Schatzinsel in Berlin" entschieden. Ich hoffe, der Nomen est Omen).


Auf dem Smartphone

Für das Smartphone empfiehlt Google die Chrome App. Zitat: Tippen Sie auf das gewünschte Bild, damit es sich vergrößert. Anschließend halten Sie das Bild gedrückt. Es öffnet sich ein Feld Mit Google nach diesem Bild suchen.

Google-Bildersuche - meine Erfahrungen

Mit der Google-Bildersuche habe ich für Modeschmuck, Kissenbezüge und anderes sehr niedliche kleine und größere Läden mit besonderem Sortiment gefunden. Teilweise gibt es dort Dinge, die man nirgendwo anders findet und manchmal sogar zu erstaunlich günstigen Preisen.

Beim ersten Einkauf in einem noch fremden Shop würde ich allerdings nicht zu viel ausgeben, sondern erst einmal testen. Und natürlich kann man auch schauen, ob es den gleichen oder einen ähnlichen Artikel auch in einem Laden vor Ort gibt.

Die Google-Bildersuche nutze ich übrigens auch zur Pflanzenbestimmung - bei manchen Arten funktioiert das gut, bei anderen überhaupt nicht - sowie zur Recherche von Personen, bei denen ich ein Fakeprofil vermute.

* Werbelink

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