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Mittwoch, 2. Januar 2019

Ist Amazon noch sexy? Kommt drauf an, wen man fragt! (Meinung)

Einkaufen bei Amazon war einmal cool, aber ist es das noch oder gibt es bessere Alternativen?

Der Online-Händler Amazon.de* hat in seinen Anfangsjahren vorgemacht, wie Kunden behandelt werden wollen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Händlertätigkeit gesetzt werden sollten. Das innovative Unternehmen hat damals mit seiner Kundenfreundlichkeit und Zuverlässigkeit bei den Verbrauchern gepunktet und Vertrauen in den Online-Einkauf geschaffen. Als Händlerplattform bietet Amazon zudem seit Jahren auch kleinen Herstellern und Händlern überall auf der Welt Zugang zu einem riesigen potenziellen Kundenkreis und macht so manche kleine Unternehmung auf dem (von der großen Politik oft vernachlässigten) Lande erst möglich. Amazon unterhielt in Deutschland und anderen Ländern, in denen der Konzern aktiv ist, beinahe von Anfang an außerdem Werbepartnerprogramme, mit denen Homepages, Blogs und YouTube-Kanäle Werbeprovisionen verdienen können - das sind ein paar Cents, wenn Kunden etwas bei Amazon kaufen, nachdem sie über den Amazon-Partnerlink* zum Online-Shop gelangt sind.

Amazon hat also zunächst frischen Wind in den Handel gebracht, der aber für einige Marktteilnehmer bald zum eisigen Polarwind wurde. Auch die sonstige Entwicklung der letzten Jahrzehnte von und mit Amazon war nicht nur positiv.

Ganz subjektive Kritik an Amazon.de von mir als VerbraucherIn


Die Zeiten der Entdeckung einer neuen Einkaufswelt und der freudigen Erwartung der nächsten Buchsendung mit Lesezeichen und Gummibärchen, wie es zu Anfang war, sind leider vorbei.

Mir persönlich fällt als Kundin von Amazon.de inzwischen Folgendes unangenehm auf:
  • Beim Shoppen auf Amazon erkenne ich oft erst beim dritten Hinsehen, dass ein Produktangebot nicht von Amazon selbst, sondern von einem Drittanbieter stammt. Kauft man aber mehrere Dinge - beispielsweise den gesammelten Bürobedarf - von mehreren Drittanbietern summieren sich die Versandkosten schnell zu einem unverhältnismäßig hohen Anteil auf. Die Alternative, vorher die Drittanbieter auszusortieren, ist mir zu zeitaufwändig. - 
  • Mir fehlt bei der Amazon-Produktsuche eine Auflistungsmöglichkeit der Angebote nach Preisen inklusive ihrer Versandkosten. Vor allem Drittanbieter nutzen das häufig so: Sie minimieren den Kaufpreis und setzen die Versandkosten sehr hoch an. So erscheinen sie bei einer aufsteigenden Liste nach Produktpreisen als erste. 
  • Zu den Drittanbietern findet man oft keine zufriedenstellenden Informationen wie Name und Sitz des Unternehmens, Unternehmensform etc. Dass auch solche, die diese Daten nicht angeben, verkaufen dürfen, vermittelt mir den Eindruck, dass es Amazon nicht kümmert, wer da was wem anbietet und ob alles rechtens zugeht. 
  • Ich habe inzwischen mehrmals Angebote von Drittanbietern gesehen, die bei den Herstellern (Markeninhabern) nicht als Partnerunternehmen aufgeführt sind und deren Angebote nach Aussehen und Preis mit großer Wahrscheinlichkeit Fake-Produkte (Duplikate, Plagiate, Counterfeits o. Ä.) sind. Inzwischen bin ich so verunsichert, dass ich Kosmetik-, Make-up- und andere Produkte lieber bei einem alteingesessenen stationären Laden/-Kette mit Online-Shop einkaufe.  
  • Mich stört, dass man nicht mit Paypal bezahlen kann. Wenn ich also ein Paypal-Guthaben abbauen will, was gelegentlich vorkommt, muss ich woanders einkaufen. 
  • Man kann sich den Paketauslieferer nicht aussuchen. Bei einigen Online-Shops kann man inzwischen aussuchen, von wem man die Lieferung zugestellt haben möchte. Bei Amazon nicht. Ich würde einen Paketdienst meiner Wahl bevorzugen, um steuern zu können, wann ich von wem bei meiner Arbeit zuhause gestört werde. Der Vorteil von DHL ist bei uns beispielsweise, dass alles zuverlässig zu einer bestimmten Uhrzeit vormittags an einem gewünschten Ort (ohne Klingeln) hinterlegt wird. Hermes liefert bei uns eher abends aus. 
  • Auslieferung durch Amazon möchte ich nicht, doch man kann das nicht wirksam abwählen. Mir persönlich gefällt es nicht, dass Amazon in unserer Gegend die Waren selbst ausliefert - für mich ist das ein Service mehr, der mich bei meiner Arbeit zuhause im Home-Office unterbricht. Meine Bestellungen sind selten dringend, es geht mir beim Online-Einkaufen um Zeitersparnis, mir würde die Auslieferung mit der regulären Post ausreichen. Außerdem ist das Amazon-Auslieferungspersonal am wenigsten kompetent - die Personen sind zwar freundlich und bemüht, machen aber auf mich oft den Eindruck, dass sie anscheinend weder sprachlich noch sonstwie vorbereitet wurden. Außerdem wird anscheinend oft gewechselt - ich glaube, ich habe noch keine Person zwei Mal gesehen. Tipp an Amazon: Unser DHL-Postbote ist deshalb so gut, weil er (vermutlich geschult wurde,) seit Jahren täglich liefert, immer das gleiche Verteilgebiet hat und uns Pappenheimer kennt. 
  • Jede Bestellung bei Amazon wird auf zig Kartons verteilt, die nach und nach eintrudeln - nicht nur, die der Drittanbieter sind voneinander getrennt, manchmal auch die Dinge, die man bei Amazon selbst bestellt hat, wenn sie in unterschiedlichen Auslieferungslagern oder Logistikzentren aufbewahrt wurden. Das ist für mich als Kundin nicht nur nervig, sondern schafft unnötig viel Verpackungsmüll. 
  • In letzter Zeit erhält man mit den Lieferungen von Amazon winzig kleine Lieferscheine, die nicht nur wegen der Schriftgröße, sondern manchmal auch wegen der unbekannten Sprache (ausländisches Logistikzentrum?) selbst mit einer Lupe nicht lesbar/verständlich sind. 
  • Rechnungen für Produkte von Drittanbieterfirmen muss man teilweise hinterherlaufen - und stellt dabei manchmal fest, dass nicht alle Drittanbieter wissen, wie hoch die Umsatzsteuer in Deutschland ist und auch nicht, wie eine Business-Rechnung auszusehen hat. Will man die Umständlichkeiten und Ärger vermeiden, die möglicherweise bei der Buchführung, der Umsatzsteuervoranmeldung oder erst bei der Steuererklärung auftauchen, muss man vor der Bestellung für jeden einzelnen Artikel den Anbieter überprüfen, wo er sitzt, ob man von ihm eine ordentliche Rechnung erwarten kann und so weiter. Das hält - vor allem in Verbindung mit dem schwierigen Preisvergleich unter Berücksichtigung der verschiedenen Versandkosten der einzelnen Drittanbieter der Angebote.
Mein Fazit als Kundin:
Das Einkaufserlebnis bei Amazon war meiner Meinung nach schon mal besser. Ich fühle mich inzwischen nicht mehr besonders wertgeschätzt, sondern effizient (aus Sicht des Händlers und nicht aus meiner Sicht) abgefertigt. Ich weiß, manche lieben den Amazon-Primedienst, ich aber vermeide solche Kundenbindungsinstrumente.

Online-Shopping-Alternativen zu Amazon.de

Inzwischen sind viele kleine und fast alle großen stationären Geschäfte und Kaufhausketten auch online zu finden. Statt also alles auf der Amazon-Plattform bei Amazon und den vielen Drittanbietern zu kaufen, kann man auch gleich beim Online-Fachgeschäft einkaufen.

Meine Liste der Unternehmen mit Online-Shop, mit denen ich positive Einkaufserlebnisse hatte (Beispiele in alphabetischer Reihenfolge, meine Werbepartner sind gekennzeichnet (*) und verlinkt.)

  • dreschflegel-saatgut.de (Öko-Saatgut)
  • Erwin Müller (Tischdecken und andere Heimtextilien)* 
  • deichmann.com (Schuhe, Accessoires)* 
  • gaissmayer.de (Staudengärtnerei)  
  • gourmondo.de ((Bio-)Delikatessen)* 
  • happinessboutique.com (Modeschmuck) 
  • hofpfisterei.de (Öko-Brot) 
  • Loberon (Möbel, Wohnen, Accessoires)* 
  • Nivea.de (Gesichts-, Haar-, Körperpflege) 
  • otto.de (Versandhändler für Mode, Möbel, Elektronik, Baumarkt, Garten und vieles mehr)* 
  • poetschke.de (Samen, Pflanzen, Gartenbedarf)* 
  • Rewe.de (Lebensmittel online-shoppen mit Lieferservice nach Hause) 
  • Sander-tischwaesche.de (Tischwäsche) 
  • tom-garten.de (Samen, Pflanzen, Gartenbedarf)* 
  • ullapopken.de (Mode ab Größe 42)* 


Apropos otto.de
Otto arbeitet meiner Erfahrung nach zuverlässig und professionell, die Versandkosten pro Standard-Paket betragen 5,95 Euro. Ausgeliefert wird mit Hermes. Andere Preise gelten bei Lieferung innerhalb von 24 Stunden, Lieferung an einem Wunschtermin, Speditionsauslieferung, direkte Lieferung durch Drittanbieter o. Ä. Bei Otto kann ich alles auf Rechnung bestellen, ein Grund mehr, warum ich gerade teure Elektronik inzwischen dort bestelle. (Und die Lieferungen kamen sehr viel schneller als auf der Webseite aufgrund von Herstellerangaben vorausgesagt). Allerdings öffnet auch otto.de mit Otto Market seine Plattform für Drittanbieter. Bisher ist deren Zahl aber gut überschaubar - bekannte Marken, meinem Eindruck nach niemand, der Fake-Produkte verkaufen und Produktpiraterie unterstützen würde. Ich hoffe darauf, dass Otto.de strengere Maßstäbe und Kontrollen ansetzt, als es Amazon derzeit zu tun scheint.



Wofür wird Amazon sonst noch kritisiert?  


Das amerikanische Online-Unternehmen hat in manchen Branchen eine marktbestimmende Macht, derer sich der Handel der Region oder des Landes kaum wehren kann.

Infografik: So mächtig ist Amazon in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Kritisiert wird Amazon.de

  • wegen seiner marktbeherrschenden Stellung, die andere Händler zwingt, über Amazon zu verkaufen - was wiederum die Gefahr birgt, von Amazon dauerhaft abhängig zu werden, 
  • wegen des Drucks, den Amazon auf die Händler versucht auszuüben - angeblich nutzt Amazon.de auch die Daten der Händler, um interessante Produkte zu identifizieren und dann selbst anzubieten, 
  • als Arbeitgeber, weil sich das Unternehmen sich nicht dem Einzelhandelstarif unterwerfen will, 
  • als Unternehmen, das jedes Steuerschlupfloch ausnutzt und nach Meinung vieler zuwenig Steuern in Deutschland/Europa bezahlt im Verhältnis zu den Einnahmen, die das Unternehmen hier macht, 
  • Plattformbetreiber, weil das Unternehmen angeblich Produkte, die bei einem Drittanbieter gut laufen, auch in sein Sortiment übernimmt. Von manchen wird auch kritisiert, dass die Listung der Ergebnisse der Produktsuche nicht verbraucherfreundlich sei. 
  • als Händler, denn (nicht nur ich als Autor, dessen Bücher dort verkauft werden, sondern auch) als Kunde fühlt man sich nicht mehr so wichtig genommen, wie es einmal war. 
Alexa wird Amazon noch mächtiger machen 
Mit der zunehmenden Verbreitung des Sprachassistenten Alexa in Verbindung mit Amazon Echo werden sich die Probleme wahrscheinlich noch verstärken. Wer Alexa beauftragt, Milch zu bestellen, bekommt von ihr die Marken vorgeschlagen ...

Daran, Amazons Macht einzuschränken, und das Unternehmen besser zu regulieren, arbeiten Wettbewerbs- und Verbraucherschutz, EU-Politiker und andere - bisher noch mit mäßigem Erfolg und manches Mal mit nicht erwarteten Nebenwirkungen.

Hintergrundwissen Amazon
Amazon (US-Website: Amazon.com*) wurde 1994 in den USA von Jeff Bezos als Online-Buchhändler gegründet. 1997 wurde das Unternehmen an die Börse gebracht und ist heute ein börsennotierter, international agierender Konzern, der nicht nur Online-Händler mit einer enormen Produktpalette ist, sondern seine Handelsplattform auch Drittanbietern geöffnet hat und bei deren Handel mitverdient, außerdem an speziellen Dienstleistungen, die Amazon hinsichtlich Fullfillment (Lagerung, Auslieferung etc.) bietet.
Amazon hat lokalisierte Online-Shops in vielen Ländern. Außerdem hat es bedeutende Tochterunternehmen wie den IT-Infrastrukturdienstleiter und Cloudanbieter Amazon Web Services (AWS) .

In Deutschland hat Amazon.de* ein Sortiment an neuen und teilweise gebrauchten Produkten, die nicht nur von Amazon selbst, sondern auch von anderen Dritten angeboten werden. Der Versand der Produkte wird teilweise von Amazon übernommen (sowohl für eigene als auch im Auftrag für Drittanbieter) und teilweise von den Drittanbietern selbst ausgeführt. Amazon verdient am Verkauf eigener Produkte, an Gebühren, die Drittanbieter zahlen müssen und über Dienstleistungen, die Amazon für Drittanbietern auf Wunsch übernimmt (z. B. die Warenlagerung und den Versand).

Zwecks Transparenz:
Ich besitze eine Amazon-Aktie und bin damit Amazon-Investorin (-> mehr zu Geld und Börse), was ich hiermit offenlege. In diesem Blogartikel vertrete ich meine persönliche Meinung als Verbraucherin.

PS:
Laut Amazon hat das Weihnachtsgeschäft 2018 einen Rekord gebrochen, es gab mehr Bestellungen als jemals zuvor (über Umsätze und Erträge wurde nichts gesagt). An mir kann es nicht gelegen haben! Ich habe circa Dreiviertel meiner Online-Einkäufe zwischen September und Jahresende woanders getätigt.

*Werbelink

Weitere Informationen

Montag, 16. Juni 2014

Gartenmöbel kaufen - eine Entscheidungshilfe

Draußen ist das neue Drinnen - und in Jahren mit mildem Winter und (fast) tropischen Nächten schon vor dem offiziellen Sommeranfang lässt sich das auch ausgiebig genießen - mit den passenden Gartenmöbeln. Aber was heißt eigentlich passend? Schön? Bequem? Wetterfest? Leicht? Und welches Material erfüllt welche Kriterien? 

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2014 hatte uns mit einem milden Winter, Fliederduft Wochen vor der normalen Blütezeit und tropischen Nächten Anfang Juni beglückt. Auch 2015 war das Frühjahr in vielen Gegenden sehr angenehm für Frischluftfreunde und Sonnenanbeter. Kein Wunder, dass der Platz auf dem Balkon, der Terrasse, im Gartenpavillon oder der Gartenlaube seit dem neu bewertet wird. Dem kritischen Blick halten die alten Gartenmöbel plötzlich nicht mehr stand. Neue sollen her: schönere, bequemere, imposantere ... - zum Ausspannen, Grillen und (Weltmeisterschaft-) Feiern mit Freunden.

Der Look ist eine Sache, aber bei Gartenmöbel kommt es auf mehr an, z. B. wenn der lauschige Platz im Garten nicht überdacht ist: Wie regenfest ist das jeweilige Material? Oder: Wohin mit den Möbeln im Winter - kann ich sie vom Gewicht oder Ausmaßen her überhaupt in den Keller tragen? Und viele Kriterien mehr.

Tabelle:
Die wichtigsten Gartenmöbel-Materialien hinsichtlich verschiedener Kriterien im Überblick

In der Tabelle habe ich Ästhetik, Preis und Umweltfreundlichkeit nicht bewertet - das erste ist überwiegend Geschmacksache, hinsichtlich der anderen Aspekte ist die Angebotspalette bei den einzelnen Materialien zu groß, es wäre immer von ... bis ... Beispiel "Plastik"-Gartenmöbel: Es gibt solche, die nach "Wegwerf-/Billigplastik" aussehen und es auch sind, aber es gibt eben auch sehr exklusive Designer-Gartenmöbel aus Kunststoff, auch aus recyceltem Kunststoff, die lange halten können - sodass selbst Plastik-/Kunststoff-Gartenmöbel nicht grundsätzlich als weniger umweltfreundlich eingestuft werden können. Auch die aktuellen "Rattan-Lounge-Gartenmöbel" sind ja in in der Regel nicht aus dem natürlichen Material Rattan, sondern aus Kunststoff (Polyrattan). Darüber hinaus spielen Schutz und Pflege eine Rolle - man kann Gartenmöbel an Regentagen mit einer Schutzhülle abdecken oder sie bei jedem Wetter bei Nichtbenutzung in einen Licht- und Regenschutz hüllen. Schutz vor Licht, Regen und Temperaturschwankungen verhindern Korrosion (Ausbleichen, Brüchigwerden etc.) und verlängern die Lebensdauer
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Praktisch und leicht - Gartenmöbel aus Kunststoff 

Die Bandbreite an Gartenmöbeln aus Kunststoff (oft auch als Plastik bezeichnet) ist riesig - von witzigen Stühlen, stapelbar und in poppigen Farben, bis zu sehr aufwendigen Designs von ausgefallen bis traditionell, von starr bis klappbar. Kunststoff ist leicht, sodass man Kunststoffmöbel sehr gut auch alleine umstellen kann. Kunststoff kommt zwar mit Regen gut zurecht, allerdings sollte man darauf achten, dass verbindende Schrauben und andere Metallteile rostfrei sind. Kunststoff reagiert allerdings empfindlich auf Temperaturextreme und Sonnenlicht - beides macht sie meiner Erfahrung nach mit der Zeit porös und lässt sie irgendwann unter Last brechen. Die Lebensdauer von Kunststoff-Gartenmöbeln lässt sich verlängern, indem man sie frostfrei im Haus überwintert.

Elegant und federleicht - Gartenmöbel aus Leichtmetall (Aluminium) 

Gartenmöbel aus Aluminium in Verbindung mit Kunststoffgewebe sehen oft elegant aus. Vor allem haben sie den großen Vorteil, dass sie federleicht und wetterbeständig sind. Man kann sie mit und ohne Schutz direkt draußen auf dem Balkon oder der Terrasse überwintern. Einziger Haken: Wegen ihrer Leichtigkeit kann ein Sturm sie wegblasen, wenn man sie in so einem Fall nicht mit etwas anderem beschwert oder sie an etwas Schwerem befestigt.

Romantisch - Gartenmöbel aus Schmiedeeisen 


Schmiedeeiserne Gartenmöbel in Verbindung mit Natursteingewölben, Rankpflanzen und anderen Gestaltungselementen können viel romantisches Flair verbreiten. Sie sind regen- und wetterfest, können also auch ohne Überdachung aufgestellt werden. Ein einzelner Stuhl kann zwar leicht verrückt werden, bei größeren Möbelstücken macht sich allerdings das relativ hohe Gewicht von Eisen bemerkbar. Noch eines ist zu beachten: Man sollte sich sich nie mit einer weißen Hose direkt auf einen schmiedeeisernen Stuhl setzen, denn Eisen rostet.

Flippiger Retrochic - Gartenmöbel aus lackiertem Metall 

Gartenmöbel aus lackiertem Metall haben die gleichen Vorteile wie die schmiedeeisernen Gartenmöbel - sie sind stabil und wetterfest. Aber sie haben zusätzlich den Vorteil, dass sie nicht rosten. Gerade Einzelstücke oder kleine Arrangements in knalligen Farben in einer lauschigen Ecke platziert verbinden flippigen Retrochic mit Gartenromantik.

Back to Nature - Gartenmöbel aus Rattan und Korb 

Gartenmöbel aus Rattan oder Korbmöbel gibt es in vielen bewährten und modernen Designs. Sie sind wunderbar leicht, und wenn sie kaputt gehen, können sie kompostiert oder verbrannt werden. Allerdings sind diese Naturmaterialien nicht wetterbeständig - sie eignen sich nur für überdachte, trockene Terrassen- oder Balkonplätze.
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Wohnzimmer auf der Terrasse - Gartenmöbel aus Polyrattan 

Wer den großzügigen Lounge-Style bei Gartenmöbeln mag, der zum bequemen Sitzen einlädt, sieht sich derzeit einem riesigen Angebot aus Polyrattan-Gartenmöbeln (auch "Outdoor"-Rattan genannt) gegenüber. Viele der Vor- und Nachteile von Kunststoff treffen auch auf dieses künstlich hergestellte Gartenmöbel-Material her. Dass sich diese Möbel schwer umstellen lassen, liegt auch weniger am Material, sondern an den Formen und Ausmaßen dieser Möbel. Damit man lange Freude an diesen Möbeln hat, lagert man sie über den Winter am besten im frostfreien Keller ein.

Stabil und langlebig - Gartenmöbel aus lackiertem Holz 


Gemütliches Plätzchen zum Ausruhen auf einer Bank
(fotografiert in der Weihenstephaner Kleingartenanlage)

Gartenmöbel aus lackiertem Holz gibt es in vielen Preisklassen - das kleine Klapptischchen oder Klappstühlchen aus dem Sonderangabot ist eher nicht so stabil und langlebig, aber es gibt auch hochwertige größere Gartenmöbel aus dick lackiertem massiven Holz. Solche massiven Gartenmöbel sind recht schwer - das macht noch nichts aus, wenn man nur mal einen Stuhl verrücken will, aber der Spaß hört auf, wenn eine nicht so starke Person die Liegestühle alleine in den Keller schleppen soll. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass Schrauben oder andere Verbindungsteile aus Metall nicht rostend sind. Lackbeschädigungen müssen möglichst schnell ausgebessert werden - besonders, wenn die Möbel Wind und Wetter ausgesetzt sind (was bei den Sonderangeboten gar nicht zu empfehlen ist, denn da platzt der dünne Lack nach einem Regenguss und anschließendem Sonnenschein gleich weg). Fragen Sie also beim Kauf, ob die Möbel, die Ihnen gefallen, regenfest sind oder trocken stehen müssen.

Edler Naturlook - Teakholz-Gartenmöbel 

Teakholz ist ein sehr wertvolles Holz aus dem asiatischen Raum. Es enthält natürliche Öle und Kautschuk, die es auch ohne Nachbehandlung wetterfest und wehrhaft gegen Pilz- und Schädlingsbefall machen. Teakholzmöbel sehen edel aus. Ohne zusätzliche Pflege wandelt sich die Farbe von Graubraun zu Silberbraun. Wer dies mag, muss seine Teakholz-Gartenmöbel gar nicht besonders pflegen - Wasser und Bürste für die Reinigung bei akuter Verschmutzung reichen. Wer allerdings die goldbraune Farbe erhalten möchte, muss das Holz nach dem Kauf mit einem Schwamm und einem "Teaksealer" aus dem Baumarkt lasieren und diese Behandlung ein bis zweimal pro Gartensaison wiederholen. Gartenmöbel aus Teakholz sind langlebig, aber auch schwer.

Aktuell gibt es Angebote für Gartenmöbel und Gärtnerzubehör bei Bonprix*.

* Werbelink

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